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Induktionkochfelder sind inzwischen fester Bestandteil in vielen Küchen und da Sie sich gerade für eine neue Küche samt geeigneten Elektrogeräten interessieren, verraten wir Ihnen warum das so ist. Dem Induktionsherd liegt eine spezifische Wirkweise zugrunde: Töpfe, Pfannen und sonstiges Kochgeschirr wird nicht wie ansonsten üblich durch produzierte Hitze erwärmt, sondern durch den Einsatz eines elektromagnetisches Wechselfeldes. Das elektromagnetische Wechselfeld wird durch eine flache und große, stromdurchflossene Spule erzeugt, die direkt unter der Glaskeramik-Oberfläche, welche das Kochfeld bildet, verborgen liegt. Stellt man nun beispielsweise einen Topf – der allerdings einen ferromagnetischen Boden haben muss (dazu später mehr)! – darauf, wird derselbe durch den entstehenden elektromagnetischen Widerstand bzw. induktiv erzeugte Wirbelströme aufgeheizt.

PowerFlex Induktion von Miele besticht durch Leistung

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Induktionskochfelder haben den entscheidenden Vorteil, dass nicht alleine der Topf- oder Pfannenboden erhitzt wird, sondern auch die Seitenwände des jeweiligen Gefäßes. So wird die Wärme ausgewogen verteilt und das aufzuwärmende Essen gleichmäßig und vor allem sehr schnell erhitzt. Außerdem erfolgt die Erwärmung punktgenau, was bedeutet, dass die umliegende Herdfläche, auf welcher eben kein Topf steht, kühl bleibt. Eingebrannte Kleckereien auf dem Herd und mühsames Schrubben nach dem Kochen gehören somit der Vergangenheit an. Natürlich heizt sich die Kochplatte mit der Zeit durch die vom Topf abgegebene Hitze auf, sodass nach dem Kochen durchaus noch einige Minuten lang Vorsicht angebracht ist. Ansonsten kann in Sachen Verbrennung  auf Herdplatten ohne magnetische Kochutensilien allerdings nichts mehr passieren, was im Hinblick auf Kinder und Haustiere durchaus ein nicht zu verachtender Faktor ist.

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Der Energieverlust durch an den Seiten entweichende Hitze beispielsweise beim Gasherd oder das Nachheizen beim herkömmlichen Elektroherd, fällt nahezu gänzlich weg und wenn der Topf oder die Pfanne das jeweilige Kochfeld optimal abdeckt wird die entstehende elektromagnetische Strahlung komplett genutzt, sodass keine Energie ungenutzt verloren geht. In Sachen effizienter Energienutzung liegen Sie mit einem Induktionsherd definitiv vorne.

Induktionskochfeld Bosch

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Selbstverständlich hat aber auch ein Induktionsherd manche Nachteile. Angefangen damit, dass Sie möglicherweise Ihr komplettes Kochgeschirr austauschen müssen, weil dieses einen ferromagnetischen Boden haben, also magnetisch sein muss,  um auf dem Induktionsherd zu funktionieren. Im Weiteren entstehet unter Umständen ein störendes durch den im Kochfeld platzierten Lüfter verursachtes Geräusch. Besagter Lüfter ist notwendig, um einige interne Elemente zur Steuerung des Kochfeldes zu kühlen. Die möglicherweise störende Lautstärke des Lüfters  während oder nach dem Kochen ist meist altersbedingt und kann durch ein Austauschen schnell behoben werden. Ältere Modelle von Induktionsherden sind hinsichtlich der Elektronik noch nicht ganz so langlebig und widerstandfähig – aber die neusten Technologien erfüllen alle Ansprüche an den perfekten Herd.

Induktionskochfeld von AEG Umgebungsbild

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